Sommer, Sonne, Röckchenzeit… :)

Hallöchen 🙂

Auch wenn bei dieser Hitze das Arbeiten und Bewegen anstrengend und schweißtreibend ist, so hat es doch als Mädchen so seine Vorzüge.

Ich genieße es gerade, dass ich nicht mehr am Leibe trage als ein Höschen, ein Röckchen und ein Spaghettiträger-Top. Jepp. Links und Rechts fallen schon nicht raus. Bin ja noch recht schwach balkoniert 😉

Aus allen Richtungen weht der Wind über meinen Körper. Ist das erfrischend. Naja, zum Glück gibt es ja noch Wind, sonst wären wir echt aufgeschmissen.

Natürlich überkommen mich Ideen, die so noch nicht gehen. Bikini und Schwimmbad zum Beispiel. Wahrscheinlich werde ich da noch ein oder sogar zwei Jahre warten müssen, bis mein Unterleib formschön in eine Bikinihose passt, ohne sich zu wölben… nervig.

Ich habe keine Ahnung was aus mir mal werden wird, aber ich habe das erste Mal im Leben das Gefühl dass es wert wäre meinen Körper zu pflegen und zur Schau zu stellen – in gesundem Rahmen natürlich. In 1-2 Jahren kann ich vielleicht wirklich kurze Röcke und Kleider tragen. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl dass mich das reizen könnte. Ein bisschen unanständig veranlagt bin ich ja schon. Bisher war nur nichts zum Zeigen da. Nichts, was ich als sehenswert empfand. Nun ja, ich habe eh noch ein paar Pfunde zu viel, und die auch noch an den falschen Stellen. Ich habe zum Glück keine Eile die angepeilten 15 kg abzuarbeiten. In 1-2 Jahren ist das wohl zu schaffen. Wobei ich natürlich gerne gestern fertig wäre und heute nur noch halten müsste. Aber das ist ein anderes Kapitel. Geduld. Das war nie so meine Stärke, aber das Leben lehrt mich gerade Geduld – an allen Ecken und Kanten. Vorfreude, Ungewissheit und Geduld. Aber ein paar Sonnenstrahlen auf den Kopf und ich spüre wieder Lebensfreude. Es wird schon. Du musst nur weiter deinen Dickkopf voraus schicken. Noch einen ticken mehr Mut, dann sag ich meinem Arbeitgeber was ansteht. Ich bin ganz kurz davor. Das richtige Timing finden, nicht mitten im Stress und in Reibereien. Irgendwann in einem friedlichen Moment. Mein Chef scheint mich eh irgendwie ins Herz geschlossen zu haben. Keine Ahnung warum. Vatergefühle, Sympathie… wer weiß. Ich hoffe nur er steht nicht im geheimen auf feminine Jungs 😉 Paranoia, aus, sitz!!! Hol Stöckchen…. ach ne, behalt’s lieber. Brauch ich nicht mehr.

Das feminine Gefühl keimt auf. Es ist nicht nur reine Kopfsache, es kommt auch emotional auf. Dabei habe ich noch kein einziges Hormonpräparat gesehen. Ich schaue in den Spiegel und denke mir: „Das wird schon. Wir kriegen das hin. Ein bisschen hier, ein bisschen da. Es ist erreichbar.“

Endlich glauben mein Körper und ich gemeinsam daran, dass ich sicher ein süßes Mäuschen werde. Da ist potential. Etwas, das ich akzeptieren könnte. Das erste Mal in meinem Leben beschleicht mich das Gefühl dass es eine Chance gibt mich selbst akzeptieren zu können. Es ist nicht unüberwindbar. Es ist nur einige Baustellen entfernt. Manche nimmt ein Chirurg in Angriff, andere die Medikamente. Den Rest werde ich mir vom Munde absparen. Aber ich bin bescheiden. Sofern sich nicht überhaupt nichts tut, werde ich einfach akzeptieren welche Körbchengröße das Schicksal parat hat. Und ich werde akzeptieren, wohin sich meine Gesichtszüge entwickeln. Das wichtigste bin Ich – innen und unten rum. Es muss nicht perfekt sein, nur richtig. Es gibt so viele verschiedene Nuancen und Formen weiblicher Genitalien – Hauptsache, sie funktioniert und ist ansehbar. Was anderes hätte ich gebürtig auch nicht bekommen. Man muss mit dem Spielen was man kriegt. Mir gefiel nur das Spiel nicht. Ich brauche keine Kaufhaustitten, keinen Vagina-Schönheitswettbewerb, keinen Schlankheitswahn. Einfach normal sein. Echt sein. Kein Silikon unter der Haut, keine künstlichen Implantate. Was man in einer notwendigen OP formt ist aus MEINEM Fleisch, und so will ich auch bleiben. Ich würde mich sehr freuen wenn ich unter Hormomen irgendwann kein Make-Up bräuchte. Wenn ich könnte, aber nicht müsste. Denn ich will authentisch sein. Von innen nach außen echt und lebensfroh. Ich bringe alles mit. Den Rest entscheidet das Schicksal.

So lange genieße ich die Sonne und träume von morgen. Wenn das Röckchen eine Hüfte und einen Po betont, der passt, und wenn das Top sich eng an meine Brüste schmiegt. Denn ich bin eine Frau. Darauf darf man auch mal stolz sein. Meistens sind wir ja doch recht putzig anzuschauen.

Wobei Kerle ja auch ganz nett anzusehen sind, wenn sie sich pflegen. Und damit meine ich nicht übertriebene Bizeps und den Waschbrettbauch. Das ist nicht meine Vorstellung von einem Traummann. Zu künstlich. Aber ein Kügelchen muss er auch nicht sein. Eher so normal und gepflegt. Und passend zu meinem hysterischen Naturell sollte er Ruhe bewahren können und ein fantasievolles, lebensfrohes Kerlchen sein. Und im Schlafzimmer ein rücksichtsloses A… egal, das gehört hier nicht hin. Hoho, man sieht, meine sexuelle Orientierung ist ganz klar ebenfalls in Bewegung. Vielleicht ist mein passendes Deckelchen ja doch keine holde Maid, sondern eher ein Traumprinz? Wir werden sehen. Es probieren werde ich auf jeden Fall. Vielleicht ist mein Interesse an Frauen nicht alles. Vielleicht bin ich flexibel. Vielleicht passt menschlich gesehen eher ein Mann an meine Seite. Ich bin selbst schon so schrecklich kompliziert, vielleicht muss nicht noch eine Frau in diesen Strudel. Vielleicht passe ich gut zu einem Mann? Wir werden sehen. Die Zeit wird es zeigen. Jungs, ich habe viel zu bieten. Ich stand mal auf der anderen Seite. Ich habe so Ahnungen was euch gefällt. Und ich weiß mehr als nur Klischees über euch. Ich weiß, dass ihr auch Gefühle habt. Und dass ihr es anders zeigt als wir. Wir werden uns bestimmt verstehen.

So, jetzt noch ein bisschen Sonne tanken auf dem Balkon, und dann ab ins Bettchen. Frühschicht. Früüüüh aufstehen. Meine Achilles-Verse…

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.