Making new friends…

Gerade sitze ich alleine daheim. Und zum ersten Mal wird mir richtig klar wie einsam ich bin.

Bisher klagte ich darüber dass sich romantisch bei mir nichts tut und ich mich nach Liebe und Geborgenheit sehnte.

Nun wird mir klar, dass sich das auf mein alltäglicheres Leben auszuwirken beginnt.

Ich habe genau einen besten Freund übrig – meinen Mitbewohner. Gut, ich war nie die Person, die sich scharenweise oberflächliche Freunde anschaffte, aber zumindest ein paar waren immer da. Meine Frau ist jetzt weg, ihre Freunde somit auch, ich bin 300 km von meinen Eltern und dem Umfeld meiner Jugend entfernt, und mein Mitbewohner hat eine Freundin. Und die beiden unternehmen gerade etwas. Es sei ihnen auch absolut vergönnt. Nur ich sitze jetzt hier. Allein. Weil ich nicht dafür gesorgt habe dass irgendwer sonst von meiner Existenz weiß. Ich bin allein. Und das ist gruselig. Ich habe mein Zimmer, meinen Fernseher, Netflix… aber das alles ist irgendwie einsam. Früher war ich froh mal Zeit für mich zu haben. Ich habe sehr viel Zeit allein verbracht in meiner Jugend. Ich hatte immer irgendetwas zu tun, und ich genoss meine Unabhängigkeit. Ich war ein Einzelgänger. Naja, ob man nun alleine oder mit anderen unzufrieden ist macht ja auch keinen Unterschied. Alleine kann man wenigstens fantasieren man wäre woanders und alles wäre OK. Aber das funktioniert jetzt nicht mehr. Tatsächlich sehne ich mich jetzt danach, mal am Wochenende auszugehen. Aber mit wem? Wohin? Ich kenne jetzt aktuell niemanden der/die mich versteht, mag, und irgendwie ähnliche Interessen hat, um etwas am Wochenende zu unternehmen. Vielleicht würde ich wirklich mal gerne etwas Partyzeit nachholen. Feiern, weggehen, Cocktails schlürfen, quatschen, vielleicht sogar mal tanzen. Da hatte ich immer große Angst vor – aber tief in mir drin vielleicht doch Bedarf? Da ich alles unterdrückt habe was mich zu mir selbst führen könnte, steht da jetzt ein offenes Loch von Dingen, die nie getan wurden. Und dieses klaffende Loch holt mich genau JETZT ein. Denn ich sehne mich nach sozialem Umgang. Aber REBECCA sehnt sich nach Umgang. Nicht der andere, der langsam verschwindet. Also muss ich auch als tatsächliches Ich Umgang suchen. Doch wo fange ich an? Bestimmt nicht über dubiose Internet-Kanäle. Und außer der Arbeit und meinem bürokratischen Feldzug daheim treffe ich nicht wirklich auf Menschen. Auf der Arbeit ist es aktuell sinnlos Kontakte zu suchen. Denn „er“ braucht keine Kontakte mehr. Er ist nicht mehr als eine verblassende Hülle. Wo kann SIE Kontakt suchen?

Im Freunde machen habe ich keine Übung. Ich brauchte ja nie welche. Aber jetzt ist es so weit. Bis ich eine Lösung gefunden habe beginnt ein neuer Abschnitt – Einsamkeit.

One thought on “Making new friends…

  1. Hallo.
    Ich bin heute über twitter bei dir gelandet und habe viel bei dir geschmökert. Ich kann dir deine situation sehr gut nachfühlen…ich war selbst an dem punkt.
    Ich will jetzt keine guten ratschläge oder so einen blödsinn von mir geben, aber ich kann dir sagen du bist nicht allein. Anderem geht es auch so, oder so ähnlich. Zeiten ändern sich (hoffentlich).
    Wenn du magst kannst du dich gerne auch auf meinem blog umsehen und mir schreiben 🙂

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