GaOP Teil 2, Tag 0

Erstaunlich. Es ist gerade mal fünf Stunden her, dass ich den OP verlassen habe.
Ich bin topfitt im Kopf und mein Kreislauf voll da. Lediglich der OP-Bereich brennt wie Hölle.

GaOP? Teil 2??

Also kurzer Rückblick: Im Juli 2017 war meine große, geschlechtsangleichende Operation. Hier erhielt ich die Entfernung der männlichen Undinge zwischen den Beinen und die Anlage einer Neovagina. Dies alles wurde anatomisch wertvoll und so korrekt wie möglich nachgebildet. Nur der tatsächliche Außenbereich der ganzen Sache wurde aufgrund der schweren Nachvollziehbarkeit dank Schwellungen erst mal rudimentär gebastelt – ein übliches Vorgehen in München-Bogenhausen. Das Ergebnis wäre bei aller Liebe eh noch nicht perfekt und würde zusätzliche Risiken schaffen. Daher erst mal Basics, die vielen Details kommen später noch.

Denn dafür gibt es den Teil 2, den ich heute über mich ergehen lassen habe – formgebende Details, Korrekturen, Schönheit und Ästhetik. Und endlich Schamlippen, die bis runter an den Po gehen, vorher war es eine recht hoch angesetzte Tasche, und nur über Umwege waren Harnröhre und Vagina zugänglich. Wir nennen es liebevoll „diese doofe Tasche da“ 😉
Das wurde heute alles noch mal aufgeschnitten und ästhetisch wertvoll und anatomisch korrekt modelliert. Der Haken an der Sache: Es ist zwar weniger invasiv, dafür wurden aber auch weniger Nerven dieses mal beschädigt und betäubt – es brennt also wie Hölle. Aber für die Tatsache, zukünftig nicht mehr um die Kurve wurschteln zu müssen, um meine Vagina zu erreichen, ist es das jetzt auch wert. Wenn alles glatt läuft, wird das die letzte OP da unten gewesen sein. Und da ich sonst keine kuriosen Schönheits-OPs vorhabe, die letzte tatsächliche OP diesbezüglich. Hoffnung. Nur ein paar Tage durchhalten – dann ist es voraussichtlich geschafft. Tschakka.

So, genug Einleitung. Was ist denn jetzt los?
Meine Frau und ich, beide Transgender, sind nacheinander heute operiert worden, und haben gestern sehr früh das Handtuch geworfen dank Nachtfahrt und sind sehr früh ins Bett. Nach fast 12h Schlaf waren wir zwar nüchtern und geschlaucht, aber nun nach der OP bin zumindest ich fit wie ein Turnschuh. Leider kann ich nicht so umher springen, wie ich möchte (Aua). Eingeschränktes HB-Mädchen (Männchen passt ja nicht, oder?) also. In dem Zusammenhang dieser Blogeintrag an die Welt:

Ich lebe, mir gehts gut, und untenrum tut alles weh. Party 🙂
(Nach der OP gab man mir zwei Portionen Opium. Vielleicht bin ich deshalb so fröhlich)

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