Zu viel Input, kein Output…

Dies waren zwei actiongeladene Tage. Gestern war ich in München, heute bin ich in Frankfurt. Der Grund; Vorgespräche zur geschlechtsangleichenden Operation. Nein, keine Veranlassung. Nur Mund wässrig machen, drüber sprechen und abwägen wer später Hand anlegen darf. Ich darf mir mal wieder tolle Bilder anschauen, wie denn diese OP vonstatten geht. Lecker. Noch 2-3 Vorführungen, und ich könnte assistieren. Und immer wieder bin ich stark, bleibe aufrecht sitzen, obwohl mir regelrecht schwindelig wird bei der Vorstellung, dass die sowas an mir durchführen. Aber die Hoffnung siegt. Denn danach wird alles toll. Ich weiß es einfach.

Und dennoch weiß ich, dass die Krankenkasse im Moment noch zickt. zu wenig Zeit hier, noch ein Dokument dort. Ich bekomme gerade Hoffnung eingeflößt, die noch auf sich warten lassen wird. Im Moment fühlt sich alles so nah an. Ich könnte mich jetzt auf in Bett legen und sagen: Legt los! 

Aber das geht nicht. Ich werde wieder warten müssen. Noch ein halbes Jahr mindestens. Und erst dann darf ich mich in die Warteliste eintragen. Immerhin sind diese inzwischen nicht mehr Jahre lang, sondern nur einige Monate. Meine Hoffnung auf 2017 steigt. Und das wars dann auch schon. Der Alltag wird mich wieder einholen. Ein 3/4 Jahr kann sehr lang werden. Hoffentlich stehe ich auch das noch mal durch. Hoffnung. Meine beste Freundin.

Es hat aufgehört zu drücken und zu zwicken überall. Hormone, war es das schon? seufz. Ich will Ergebnisse. Endlich. Nach 1,5 Jahren NACH der eigentlich chon getroffenen Entscheidung ist immer noch so wenig passiert. Niemand interessiert MEIN Tempo. Nur das auf dem Papier zählt. Dass ich bereits VORHER in mich gegangen bin wird nicht angerechnet. Die Zeit war umsonst. Denn das fordert man JETZT von mir. Sinnlos. Der Point-of-no-return ist längst überschritten.

Aber solange ich irgendwas tue habe ich das Gefühl es passiert was. Der Urlaub Ar ergiebig. 

Und mein Leben? Das schwebt so vor sich hin. Keine Zeit. Aber irgendwann werde ich wieder ein erfülltes Leben führen. Als Rebecca. 

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