Träume wortwörtlich…

20160812_222055…mein erster Traum, an den ich mich erinnern kann, in dem ich mich wirklich als Frau fühlte, endete vor 20min abrupt. Ich hatte wohl gestern Abend vergessen mein Quetiapin zu nehmen (Bipolare Störung), und wachte mit leichtem Herzrasen und Unruhe auf. Ja, es ist mir ja inzwischen bekannt, dass man beim Vergessen der blöden Dinger regelrechte Entzugserscheinungen bekommt. Super. (Sarkasmus-Schild)

Ich bin jetzt also leicht durcheinander, aufgekratzt (Herzrasen), und irgendwie wach. Aber das kann sich dank der ermüdenden Wirkung der nachgenommenen Tablette schnell wieder ändern. Wir werden sehen, wollte ich doch eigentlich um 7:30 Uhr beim Bäcker sein (in 2,5h).

Herrje, dieser Text ist bis jetzt sehr nüchtern und langatmig. Entschuldigt. Muss an meiner Verfassung liegen. Beenden wir nun den Infotext. Auf ins Abenteuer… 🙂

Zu lange habe ich nichts mehr geschrieben. Es ist vieles, und doch gar nichts passiert.

Ich hatte mich mal testweise in utopischem Optimismus in einigen Dating-Portalen eingetragen. Hochoffiziell mit Erläuterung, was ich aktuell bin; ein Kerl in Frauenkleidern, der bald mal eine anatomisch korrekte Frau sein wird. Nur wer mit diesem Zwischenstand umgehen könne möge mich anschreiben. Nun ja. Was hat es gebracht? Ich hätte täglich mit bis zu 35 Menschen, die teilweise nicht mal meine Sprache sprechen, spntanen Rückbanksex haben können. Immerhin bin ich als Kuriosität also hoch im Kurs. Dummerweise (?) bin ich nicht so eine. Das gibt mir nichts und ist für mich nicht vorstellbar. Also Blindbewerbungen für die Ablage P. Die wenigen angeblich ernst gemeinten Angebote beschränkten sich meist eher auf den Versuch, mich erst zu umschmeicheln und auf Händen zu tragen, um dann mit mir Sex zu haben. Okay, etwas gesitteter, aber dennoch Ablage P. Über den einen Fall, der sich erst den Weg in mein Herz bahnte in vielen Telefonaten, um mir dann erst zu offenbaren, dass er höchst infektiös Hepatitis C hat, möchte ich nicht weiter sprechen……..
Alles in allem also zumindest eine Bestätigung, dass ich einsam bin und mich nicht weiter liebenswert finde, aber eben nicht einsam genug. So weit bin ich dann doch noch nicht. Allerdings habe ich hier durch Telefonate und ein Treffen festgestellt, dass in diesen Portalen eben nur die Verzweifelten und Abschleppkönige landen (ich wäre dann wohl Prädikat Verzweifelt?), aber ich definitiv für eine aus weiblicher Sicht hetereosexuelle Beziehung geeignet bin (als mit einem Mann). Das würde funktionieren. Und das freut mich, entspricht es doch meiner technischen Vorstellung, wie ich als Frau „richtig bedient“ werden möchte zukünftig. Okay. Immerhin ein Sozialexperiment mit Ergebnissen. Und Männer sind Schweine. Nein, nicht alle, aber so einige 😉

Nächste Entwicklung – mein Therapeut ist eine Pflaume. Je mehr ich ins Detail gehe, desto mehr schweift er in Anekdoten seines Lebens ab, statt unterstützend für mich da zu sein. Für die wirklich wichtigen Dinge habe ich also google. Toll. (Sarkasmus-Schild)
Durch ihn wüsste ich jetzt immer noch nicht, wie man sich in der Firma möglichst sinnvoll outet, wie man das jemals seiner Tochter erklärt, wie man die Krankenkasse bürokratisch korrekt in die Pflicht nimmt…….also all das, was wirklich wichtig ist, um nicht Jahre seines Lebens zu vergeuden ohne Resultate. Was mache ich bei dem eigentlich? Soll ich wechseln? Noch mal neu suchen und wieder erst mal Vertrauen aufbauen? Ihr glaubt gar nicht wie allein gelassen man sich in einer Transition fühlen kann. Unser ach so tolerantes System ist absolut marode, fehl- und unterbesetzt, und vor allem stur und blind. Unterstützung? Hilf dir selbst. Es hilft dir ja doch keiner. Nicht mal auf Anfrage. Nur weil man Rechte HAT, heißt das noch lange nicht, dass man sie auch BEKOMMT. Die moderne Unterlassungs-Methode.

Und ansonsten? Mein Zimmer gleicht wieder mal meinem Gemütszustand. Absolutes Chaos. Im Job geht es bergab, weil ich wieder einmal zu nett bin und alles mit mir machen lasse. Ich bin inzwischen der Auftrags-Abfalleimer für all das, was andere nicht machen wollen, und maßlos überarbeitet, weil ich einfach ALLES machen soll. Ich feile aktuell an einer Taktik denen mal klare Grenzen zu setzen. Devot sein ist eben … auch mal scheiße. Was im Bett total anturnt, ist in der alltäglichen Lebensführung einfach gefährlich.

In wenigen Stunden besorge ich also Brötchen. Nein, eigentlich Baguettes, für das Mittagessen für vier Personen. Wir werden heute Vampire spielen, das Rollenspiel. Nach langem mal wieder. Ich freu mich so darauf.

Und schließlich ist dieser Text wohl mal beendet, weil es das an wichtigen Infos erst mal wieder war.

Rebecca ist etwas vereinsamt, hat eigentlich niemanden, der ihr Problem wirklich versteht, hat an praktischen Resultaten quasi noch gar nichts erreicht, und ist leicht gelähmt von schwindender Geduld. Über ein Jahr warten, kämpfen und durchhalten ist Schwerstarbeit. Ich bin müde.

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